
PV-Reinigung: Welche Verschmutzungen sind kritisch für die Leistung?
Feine Partikel und Staubfilm
Feine Partikel bilden häufig einen gleichmäßigen Film auf der Glasoberfläche. Dieser Film reduziert die Lichttransmission. Dadurch sinkt der Energieertrag, obwohl die Anlage technisch einwandfrei arbeitet. Der Effekt ist oft schleichend und wird in der Praxis erst über Monitoring, Vergleichswerte oder Abrechnungen sichtbar.
Entscheidend ist dabei die Kombination mit Feuchtigkeit. In Nächten mit Tau oder bei hoher Luftfeuchte wird aus losem Staub deutlich schneller ein haftender Belag. Beim anschließenden Abtrocknen verdichten sich Partikel, sie verklumpen und können eine harte Schicht ausbilden. Genau dadurch sinkt die Selbstreinigung durch Regen, und der Verlust bleibt stabil über längere Zeiträume. Eine Reinigung stellt die optische Durchlässigkeit wieder her und schafft einen definierten Ausgangszustand für Ertragskontrolle und Performance Bewertung.

Feuchtigkeit macht aus Staub eine feste Schicht
Feuchte verändert das Verschmutzungsbild grundlegend. Tau und wiederkehrende Feuchte Trocken Zyklen können aus losem Staub eine fest haftende Schicht machen. Solche Schichten lassen sich deutlich schwerer entfernen und stabilisieren die Verschmutzung über längere Zeiträume.
Eine Reinigung ist in diesem Fall besonders wirtschaftlich, wenn sie rechtzeitig erfolgt. Früh entfernt bedeutet kurze Einsatzzeit. Spät entfernt bedeutet mehr Aufwand und häufig geringere Sofortwirkung, weil die Schicht bereits stark verdichtet ist.

Modulrandverschmutzung als echter Ertragskiller
Der kritischste Schmutz sitzt selten mitten auf dem Modul. Er sitzt am Rand. Vor allem an der Unterkante im Bereich des Rahmens. Dort sammelt sich Material, dort bleibt es hängen, dort baut es sich Schicht für Schicht auf. Die Studie beschreibt genau diese typischen Muster an Seiten, Ecken und besonders entlang der unteren Rahmenzone.
Das Gemeine daran: Dieser Randstreifen wirkt oft klein. Er wirkt wie ein optisches Detail. In der Praxis kann er aber überproportional Leistung kosten. Der Grund ist elektrisch. PV Module arbeiten in Teilsträngen. Wenn Verschmutzung am Rand einzelne Zellbereiche stärker abschattet, können Bypass Dioden Teilstränge überbrücken. Dann fällt nicht nur die verschmutzte Fläche aus. Es geht mehr verloren, als das Auge vermutet.

Flechten und Moose
Von Flechten befallene Module sind mehr als nur ein Schönheitsproblem.
Die Flechte dringt tief in das Modul ein und greift die Oberfläche sowie die empfindlichen Schichten darunter an. Dadurch wird das Modul geschädigt und es kann zu Rissen und Wassereintritt kommen. Die Folge sind Ertragsverluste und im schlimmsten Fall ein dauerhafter Modulausfall.
Nach Kenntnisnahme eines Flechtenbefalls ist zügiges Handeln zu empfehlen. Je länger die Flechten auf dem Modul bleiben, desto stärker sind die Schäden und desto aufwendiger wird die Reinigung.
Wir sorgen mit unserem Verfahren für eine nachhaltige Flechtenentfernung mit gleichzeitigem Schutz vor Neubildung. Dabei setzen wir auf höchste Modulschonung und arbeiten so schonend wie möglich auf der Oberfläche. Gleichzeitig bieten wir eine kostentechnisch attraktive Lösung, die langfristig die Leistungsfähigkeit der Anlage sichert.

